DBB: „WIR SETZEN AUF KONSTRUKTIVE VERHANDLUNGEN“

Die dbb tarifunion hat am 28. Mai 2010 in München ihr Forderungspaket zu den Tarifverhandlungen für die über 6500 Beschäftigten im bayerischen öffentlichen Nahverkehr beschlossen. In Abstimmung mit ver.di verlangt die dbb tarifunion neben einer generellen Erhöhung im Volumen von 5 Prozent deutliche Verbesserungen bei der Umsetzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden. Hierbei geht es vor allem um die Anerkennung von Vorbereitungs- und Abschlusszeiten, die Ausweitung des Anspruchszeitraums für Nachtarbeitszuschläge sowie den angemessenen Ausgleich bei Schicht- und Wechselschichtdiensten.

Der 2. Vorsitzende der dbb tarifunion Willi Russ hat die bayerischen Arbeitgeber aufgefordert, umgehend ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Russ: „Wir setzen auf konstruktive Verhandlungen. Diesmal geht es neben dem Geld vor allem auch um Verbesserungen bei der Arbeitszeit.

Natürlich sind Vorbereitungsdienste Arbeitszeit, genauso wie durch Fahr- und Personaleinsatzplan erzwungene längere Pausen bei geteilten Schichten. Die haben keinerlei Erholungswert und können deshalb nicht einfach als Freizeit deklariert werden.“ Die Kolleginnen und Kollegen im Nahverkehr erwarteten keine Geschenke, sondern ein faires Angebot, erklärte Russ. „Wir können uns ganz schnell einigen. Sollten die Arbeitgeber aber blockieren, sind wir natürlich auch für die nötigen Arbeitskampfmaßnahmen gerüstet.“

Der dbb Verhandlungsführer vor Ort, Thomas Gelling von der GDL, verwies zudem auf die besondere Belastung des Fahrpersonals: „Die Fahrgäste verlassen sich zu Recht darauf, dass Busse und Bahnen von motivierten, belastbaren und ausgeschlafenen Fahrerinnen und Fahrer gelenkt werden.

Das erfordert aber nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch eine an der Praxis orientierte Dienstplangestaltung. Auf beiden Feldern müssen wir bei diesen Verhandlungen voran kommen.“    

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